Die Geschichte unseres Hauses

Von den Anfängen ...

1868 stellte der damalige Stadtpfarrer den Armen Dienstmägden Jesu Christi im Mittelweg ein Grundstück zur Verfügung, um dort eine Ambulanz zu gründen. 24 Jahre später, 1892, wurde den Schwestern vom Kirchenvorstand ein neues Haus in der Koselstraße übergeben. Schon im September des gleichen Jahres wurde der Grundstein für die Augenklinik gelegt. Es folgte 1894 die Einrichtung einer allgemeinen Krankenstation und eines Operationszimmers. Als sehr fortschrittlich galten damals die zwei Unterrichtsstunden pro Woche zur Ausbildung der Schwestern.

Am 1. Februar 1906 erteilte das bischöfliche Ordinariat die Erlaubnis zum Bau des St. Marienkrankenhauses am Nordendplatz. Nach knapp mehr als einem Jahr Bauzeit wurde am Vorabend des Festes der Heiligen Elisabeth, am 19. November 1907, das neue Haus feierlich eingeweiht. Es galt mit 255 Betten als die modernste Klinik im Raum Frankfurt. Sie umfasste die Fachabteilungen für Chirurgie, Innere, Augenheilkunde und als erste Klinik in Frankfurt eine Gynäkologie.

... in die Neuzeit

Während des ersten Weltkrieges diente das Krankenhaus als Lazarett. 1917 kam die Röntgenabteilung dazu. Trotz der schwierigen Lage in den 20er Jahren unterhielten die Ordensschwestern für die Bedürftigen der Umgebung eine Suppenküche. 1930 wurde die Krankenpflegeschule eröffnet.

Am 22. März 1944 wurde der Südflügel des Krankenhauses durch einen Luftangriff zerstört. 27 Patienten und Angestellte kamen ums Leben. Nach kurzer Zeit konnte die ambulante Behandlung fortgeführt werden.

In den Jahren 1945 bis 1952 wurden die im Krieg entstandenen Schäden beseitigt. 1950 zählte das Haus 450 Betten. 1961 wurde der Haupteingang von der Brahmsstraße in die Richard-Wagner-Straße verlegt. Durch den Anbau des neuen OP-Traktes, 1970 bis 1973, erhielt der Gebäudekomplex seine heutige Form.

Ein wichtiges Ereignis ist die Fusion des St. Marienkrankenhauses mit dem St. Elisabethen-Krankenhaus am 1. Januar 1995 zu den Katharina-Kasper-Kliniken. Dadurch entstand ein Schwerpunktkrankenhaus, in dem sich rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um das Wohl der Patienten kümmern.

Die Katharina Kasper-Kliniken sind Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt.

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