Krankenhaushygiene
Willkommen in der Krankenhaushygiene der Katharina-Kasper gGmbH Frankfurt/Main
Infektionen und damit einhergehende Infektionskrankheiten sind uns allen bekannt. Sei es die Grippe im Winter, Durchfälle im Urlaub, die durchgemachten Kinderkrankheiten oder sogar tödlich verlaufende Erkrankungen wie AIDS.
Nach Schätzungen treten in der Bundesrepublik Deutschland jedes Jahr ca. 600.000 nosokomiale Infektionen auf, das sind Infektionen, die in Einrichtungen des Gesundheitswesens erworben werden.
Aufgrund höherer Lebenserwartung und durch die Zunahme von chronischen Erkrankungen steigt das Risiko, eine nosokomiale Infektion zu erleiden. Durch invasive Maßnahmen wie Operationen, Katheter oder Beatmungsgeräte steigt das Risiko, dass Krankheitserreger in den Körper eindringen. Auch durch die Hände des medizinischen Personals können Infektionen übertragen werden.
Ziel der Krankenhaushygiene ist es, die Hygiene und Infektionsprävention durch Maßnahmen der Erkennung, der Verhütung und der Bekämpfung von Infektionen zu verbessern.
Im Rahmen der organisatorischen Voraussetzungen sollen alle Krankenhäuser Hygienefachpersonal beschäftigen und Organisationsstrukturen entwickeln, die das notwendige Management bei Ausbrüchen von krankenhauserworbenen Infektionen gewährleisten. Hiernach müssen zahlreiche gesetzliche Bestimmungen wie z.B. Infektionsschutzgesetz, Richtlinien des Robert-Koch-Instituts, Biostoffverordnung, Medizinproduktegesetz, Medizinproduktebetreiberverordnung, Trinkwasserverordnung, Lebensmittelhygieneverordnung usw., nur um einige einmal zu nennen Beachtung finden.
So wird unter anderem gefordert, dass alle Krankenhäuser gemäß § 36 Infektionsschutzgesetz für alle Bereiche Hygienepläne erstellen.
Seit 15 Jahren beschäftigt die Katharina-Kasper gGmbH eine Fachkraft für Hygiene.
Dass es in einem Krankenhaus sauber sein muss ist sicherlich keine Frage und wird von jedem erwartet. Um das sicherzustellen benötigt man keine Fachkraft für Hygiene. - Sie ist ausschließlich für die Infektionsverhütung zuständig.
Die Aufgabe dieser Stabsstelle der Betriebsleitung ist umfangreich und vielfältig. So gehören folgende Schwerpunkte zu den Aufgaben der Fachkraft für Hygiene:
- Die Ermittlung des Hygienestatus in pflegerischen, diagnostischen, therapeutischen und versorgungstechnischen Bereichen. Dazu gehören die Erarbeitung von Problemlösungen im Rahmen der Überprüfungen und Überwachungen von Arbeits- und Funktionsabläufen sowie der Pflegetechniken bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen für die Beratung in der Hygiene-kommission, Berichterstattung über den Hygienestatus, Protokollführung sowie die Realisierung von Hygienemaßnahmen zur Verhütung und Bekämpfung von Krankenhausinfektionen als Beschluss der Hygienekommission.
- Die Erstellung von Arbeitsanleitungen, Desinfektions- und Hygienepläne, sowie deren Aktualisierung unter Berücksichtigung der jeweils gültigen Gesetze, Verordnungen, Richtlinien und anerkannten Regeln der Technik.
- Die Verantwortung für die Durchführung zahlreicher Untersuchungen auf der Grundlage eines Überwachungsprogrammes, die für Hygienestandards und den Hygienestatus notwendig sind bzw. gesetzlich vorgeschrieben sind.
- Zur Überprüfung aller krankenhaushygienischen Maßnahmen und Einrichtungen müssen von der Fachkraft für Hygiene zur Aufklärung von Infektionsquellen und Verbreitungswege gezielte bakteriologische Untersuchungen vorgenommen werden wie z.B. Aufbereitung von Endoskopen, Instrumentenaufbereitungsmaschinen, Sterilisatoren, Wasseruntersuchungen und vieles mehr, nur um einiges zu nennen.
- Epidemiologische Ermittlungen
- Mikrobiologische Kontrollen
- Sonstige erforderliche Untersuchungen und Überprüfungen wie z.B. aktuelle Hygieneprobleme in allen Abteilungen und Funktionsbereichen einschließlich den angegliederten Dienstleistungsbereichen, wie Krankenhausküche, Wäscheversorgung, Röntgen, Labor, physikalischen Therapie und der Ver- und Entsorgung einschließlich der Abfallentsorgung.
- Die Beratung bei der Einführung neuer Desinfektionsmittel, Medizinprodukten und technischen Geräten, soweit diese von krankenhaushygienischer Bedeutung sind. In diesem Rahmen erfolgt die Auswahl der Präparate und Produkte nach Herstellerangaben, unter krankenhaushaushygienischen, umweltschutztechnischen,
- Mitwirkung bei allen Planungen für Neu- und Umbauten (auch unter dem Ansatz der Kostenrelevanz von Hygieneerfordernissen)
Diese Maßnahmen dienen der Qualitätssicherung. Sie beziehen sich im Einzelnen auf:
- die Erkennung von Infektionsrisiken
- die frühzeitige Erkennung von Infektionen/Infektionskrankheiten (Surveillance)
- die Kontrolle von Desinfektions-, Sterilisations- und anderen hygienischen Maßnahmen; die Motivierung der Mitarbeiter
- die Überprüfung hygienisch-medizinischer Maßnahmen durch Aufzeichnung von Daten bzgl. der Krankenhausinfektionen nach Häufigkeit, Art der Erkrankung, Erreger, Resistenzspektrum, Vorkommen in bestimmten Krankenhausbereichen
Zur Durchführung der Qualitätssicherung bedarf es neben der Möglichkeit zur labortechnischen Untersuchung qualifizierten Personals.
Als Ansprechpartner für tägliche Fragen zur Krankenhaushygiene dient das Hygiene-Team. Zu diesem gehören:
Der Ärztliche Direktor Prof. Dr. med. Hartmann, der Hygienebeauftragte Arzt Dr. med. Thomas Heßler für das St. Elisabethen-Krankenhaus, die Hygienebeauftragte Ärztin Martha Madi für das St. Marienkrankenhaus und die Hygiene-Fachkraft Alexander Jurreit. Beratend steht dem Hygieneteam das Büro für angewandte Hygiene in Marburg zur Verfügung.
Für weitere Informationen klicken Sie bitte auf den folgenden Link:
Hygienebeauftragte
Um die Zielsetzung der Infektionsverhütung sicherzustellen, nimmt die eigenständige Planung, Vorbereitung und Durchführung von Personalfortbildungen für das gesamte Krankenhauspersonal schwerpunktmäßig einen breiten Raum im Tätigkeitsfeld der Hygienefachkraft ein. Hierzu gehört auch der Unterricht an der Krankenpflegeschule. Hinzu kommt die Mitarbeit in Fachausschüssen wie z. B. in der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene und in der Vereinigung der Hygiene- Fachkräfte der Bundesrepublik Deutschland.








