St. Marienkrankenhaus
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Kontinenz- und Beckenbodenzentrum


Ziel des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums ist es, gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten, Therapeuten und Selbsthilfegruppen die Diagnostik und Therapie bei Inkontinenz und Senkungszuständen des Genitale zu intensivieren und zu verbessern.

Besonders die Inkontinenz, eine mangelnde Harnblasen- oder Stuhlkontrolle, ist ein zunehmendes, oft gesellschaftlich tabuisiertes Problem, welches bei verschiedenen gynäkologischen, urologischen und neurologischen Erkrankungen sowie auch bei Stoffwechselstörungen und nach Unfällen auftreten kann.

Die Diagnostik und Therapie stellt aufgrund der verschiedenen pathophysiologischen Ursachen eine interdisziplinäre Herausforderung dar, der sich die in den Katharina-Kasper-Kliniken kooperierenden Fachabteilungen (Chirurgie, Geriatrie, Gynäkologie, Innere Medizin, Neurologie, Urologe und physikalische Therapie) stellen. Die Untersuchungen und Therapien sind individuell auf die Bedürfnisse des Patienten zugeschnitten und werden detailliert erläutert.

Die Struktur unseres Zentrums stellt sicher, dass in interdisziplinären Fallkonferenzen die Diagnostik und Therapie auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und Empfehlungen festgelegt und entsprechend durchgeführt wird. Neben der konservativ-medikamen-tösen Therapie und der physikalisch rehabilitativen Behandlung bieten wir alle relevanten modernen Operationsverfahren an.

Einweisenden Ärzten und Patienten steht ein Infotelefon zur Verfügung:
0 69 / 79 39 – 54 05

Beispiele diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten:

I. Diagnostik:

  • Video-Urodynamik (Messung des Miktionsverhaltens)
  • Cysto-, Urethrographie, Defäkographie
  • Endoskopische Verfahren
  • Manometrie (Druckmessung)
  • Neurophysiologie (Beckenboden-EMG, Pudendus-SEP, Bulbocavernosusreflex, Magnetstimulation)

II. Konservative Therapie:

  • Medikamente
  • Beckenbodentraining
  • Biofeedback
  • EMDA (Elektromotive-Drug-Administration)
  • Elektrotherapie
  • Miktionstraining
  • Pessartherapie
  • Hormontherapie

III. Operative Therapie:

  •  Paraurethrale Injektionen (bulking agents)

 Abdominale Operationsverfahren

  • Abdominale Kolposuspension (Burch etc.)
  • Lateral repair (Richardson)
  • Abdominale Sacrokolpopekie
  • Klassische abdominale Hysterektomie

Laproskopische bzw. Kombinationseingriffe

  • Laproskopisch assistierte vaginale Hysterektomie (LAVH)
  • Laproskopisch supracervikale Hysterektomie (LASH)
  • Laproskopisch totale Hysterektomie

Vaginale Operationen

  • Vaginale Hysterektomie
  • Kolporrhapie anterior/ posterior
  • Vaginalfixation sacrospinalis (Amreich Richter)
  • Enterocelenresektion
  • Netzgestützte Beckenbodenrekonstruktion (Rezidiv; vordere/ hintere/ komb. Proliftsystem)
  • TVT-C (klassisch)
  • TVT-O (obturatorisch)

Artefizielle Urethralsphincter

 Visceralchirurgische Operationen

  • Offene sowie laproskopische Sigma- und Enddarmresektionen bei Darmvorfall u. Obstipation
  • Unterschiedliche Rektopexie-Verfahren, auch laproskopisch (ggf. mit Netzverstärkung) bei Rektum- und Analprolaps

Proktologische Operationen

  • Operation nach REHN-DELORME
  • S.T.A.R.R.´sche Operationen bei Rektozele und Intussusception
  • Kontinenzschonende Eingriffe bei analem Fistelleiden
  • Rekonstruktive Eingriffe (anal-repair)
  • OP nach LONGO bei Analprolaps
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