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Tumorchirugie


DAS ÖSOPHAGUSKARZINOM


Das Ösophaguskarzinom (Speiseröhrenkrebs) ist eine bösartige, unkontrollierbare schnell wachsende Geschwulst, die von den Zellen der Speiseröhrenschleimhaut abstammt.

Die Speiseröhre ist ein ca. 25 cm langer Muskelschlauch, der vom Kehlkopf bis zum Mageneingang reicht und für den Transport von Nahrung aus dem Rachen zum Magen verantwortlich ist. Die innerste Schicht der Speiseröhre ist in der Regel von Plattenepithel ausgekleidet. Entsprechend der normalen Wandauskleidung treten Plattenepithelkarzinome entlang der gesamten Speiseröhre auf. Adenokarzinome finden sich überwiegend im unteren Speiseröhrenabschnitt am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen und ist immer Folge eines langjährigen chronischen Refluxes von Mageninhalt in die Speiseröhre.
Der Tumor verursacht erst spät Beschwerden.
Häufige Symptome sind Schluckbeschwerden, Heiserkeit oder Schmerzen im Oberbauch. Ursachen sind Alkohol, heiße Getränke, Nikotin, geräucherte oder gepökelte Nahrung.

1. Rachen, 2, obere Speiseröhre, 3. Übergang Speiseröhre in den Magen, 4. Magen
Endoskopisches Bild: Karzinom der Speiseröhre

Schemazeichnung der entfernten unteren Speiseröhre und Interposition der entfernten unteren Speiseröhre mit einem Dünndarmabschnitt zur Kontinuitätsherstellung zwischen der Restspeiseröhre und des Magens.


DAS MAGENKARZINOM

Das Magenkarzinom geht von entarteten Schleimhautzellen des Mageninnern aus.
Die Symptome des Magenkarzinoms sind sehr untypisch, sind lange Zeit nur gering ausgeprägt oder fehlen sogar ganz. Möglich sind Gewichtsverlust, Schmerzen oder ein Druckgefühl im Oberbauch, Übelkeit oder Abgeschlagenheit. Diese Beschwerden können natürlich auch bei vielen anderen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes vorkommen.

Das Magenkarzinom kann die Passage von Speisen durch den Magen einengen oder völlig verschließen, in benachbarte Organe einwachsen und Metastasen (Tochtergeschwülste) in vielen Organen des Körpers verursachen. Ohne Behandlung ist das Magenkarzinom eine tödliche Erkrankung. Bei der Operation wird der Magen teilweise oder vollständig mit den umliegenden Lymphknoten entfernt. Erst die feingwebliche Untersuchung des Gewebes kann eine entgültige Aussage über die genaue Größe des Tumors und den Befall von Lymphknoten machen.
Durch frühere Diagnosenstellung und Behandlung ist das Magenkarzinom heute aber eine in ihrem Verlauf zumeist positiv beeinflussbare, bei frühzeitiger Entdeckung auch heilbare Erkrankung.

Endoskopisches Bild eines großes Magenkarzinom mit wallartigen Rand im Corpus
1.Karzinom, 2. gr. Magenseite, 3.Zwöffingerdarm, 4. kleine Magenseite, 5. untere Speiseröhre

Dickdarm-Tumor

Bösartige Darmtumore sind die zweithäufigste Todesursache bei Krebserkrankungen. Mit einer Darmspiegelung können kleine Polypen bereits entfernt werden, bevor sie bösartig werden.


Das Ziel der Operation ist die Entfernung des befallenen Darmabschnittes mit einem Sicherheitsabstand zu beiden Seiten des Tumors. Die Lymphknoten in der Umgebung des Tumors werden sorgfältig mit entfernt. Abhängig von Größe und Lage des Tumors führen wir diese Operationen auch laparoskopisch (minimal-invasiv) durch.

Rektum

Die Behandlung der bösartigen Tumore des Enddarms hat durch ihre Nähe zu anderen Organen (Blase, Beckenwand, Schließmuskel) eine besondere Bedeutung. Vor der Operation erfolgen immer eine ausführliche Untersuchung mit CT/MR und eine Ultraschalluntersuchung des Enddarms. Größere Geschwülste im mittleren und unteren Drittel des Rektums werden mit einer Strahlen-/Chemotherapie vorbehandelt. Der Tumor wird hierdurch kleiner, der Schließmuskel lässt sich während der Operation dadurch wesentlich besser schonen. Die Prognose für den Patienten verbessert sich dadurch auf lange Sicht wesentlich. Auch diese Operationen können in geeigneten Fällen als „knopfloch-chirurgische“ Eingriffe durchgeführt werden.


Lebertumore

Lebertumore sind die häufigste Folge einer bösartigen Erkrankung an einer anderen Stelle des Bauchraums, können aber auch direkt in der Leber entstehen. Das Ziel der Operation ist die Entfernung der Geschwulst mit einem Sicherheitsrand von gesundem Gewebe. Das komplizierte Geflecht von zu-/abführenden Blutgefäßen und Gallengängen müssen bei der Operation genauestens berücksichtigt werden. Abhängig von Lage und Größe der Geschwulst können diese Operationen auch als „Knopflochoperationen“ durchgeführt werden. Bei ungünstigeren Lokalisationen.


Fast-Track-Chirurgie

Bei den meisten Operationen am Darm kann bei den modernen Operationstechniken auf die ausführliche Darmspülung vor und die langen Hungerphasen nach einem Eingriff, die von vielen Patienten in der Vergangenheit zu Recht als unangenehm empfunden wurde, verzichtet werden.
Trinken und Essen sind bereits am Operationstag möglich. Der Darm nimmt seine Funktionen viel schneller wieder auf. Der stationäre Aufenthalt kann dadurch wesentlich verkürzt werden.