Förderverein des St. Marienkrankenhauses/St. Elisabethen-Krankenhauses spendet Ductoskop
Feierliche Übergabe durch den Vorstand des Fördervereins am 22.02.2010
Frau Helene Mosch, Vorsitzende des Fördervereins und Herr Dr. Engel, Chefarzt der Gynäkologie
Förderverein
Ductoskop
Neues medizinisches Gerät im St. Marienkrankenhaus:
Übergabe des Duktoskops durch den Förderverein des St. Marienkrankenhauses und St. Elisabethen-Krankenhauses in Verbindung mit dem Kooperativen Brustzentrum an den Geschäftsführer sowie die Chefärzte Herr Dr. Engel, Herr Prof. Schlenter und Herr Dr. Gemmer.
Die Duktoskopie als minimal-invasive Methode in der Diagnostik ab sofort im St. Marienkrankenhaus in den Kliniken (Gynäkologie / HNO / Augenklinik).
Hier am Beispiel der unklaren Milchgangsseketion:
Die Duktoskopie, mit der es erstmals möglich ist, das Milchgangsystem direkt zu visualisieren, kann in Lokalanästhesie oder in Vollnarkose durchgeführt werden. Das Anheben der Mamille wiederum ist entweder digital oder aber über 2 Haltefäden möglich. Zunächst erfolgt ein Ausstreichen der Milchgänge um Sekret für den Mamillenabstrich zu gewinnen und den gewünschten Milchgang zu lokalisieren. Anschließend wird der Milchgang mithilfe von Speicheldrüsengangsdilatatoren (Durchmesser 1,5 mmm) im Bereich der Mamille aufgedehnt. Dabei gilt es, die Pars infundibularis innerhalb des Ductus excretorius as Widerstand zu überwinden. Nach Entfernung der Speicheldrüsengangsdilatatoren wird dier Arbeitstrokar eingeführt, über diesen dann das Duktoskop unter Sicht vorgeschoben; gleichzeitig wird über den Spülkanal Kochsalzlösung kontinuierlich zugeführt ,ohne die eine gute Sicht im Gangsystem nicht möglich wäre.
Es kann eine vollständige Videodokumentation erfolgen. Treten auffällige Gangveränderungen auf, werden diese gesondert digital gespeichert. Eine ausführliche Bildbeschreibung wird bei jeder Untersuchung durchgeführt.
Es gilt ein unauffälliges Milchgangssystem von einem pathologischen zu unterscheiden. Ein unauffälliges Gangsystem stellt sich nach bisherigen Erfahrungen als glatt und weiß dar; eine Entzündung als rötliche Zeichnung. Mögliche Raumforderungen wie Papillome, ein duktales Carcinomain in situ oder sonstige Karzinome stellen sich als einzelne oder multiple, glatt oder unregelmäßig begrenzte Wandauflagerungen oder den Gang verlegende Areale dar
Nach Visualisierung der Milchgänge ist die gezielte Entnahme einer Spülzytologie oder nach Abschluss der Duktoskopie eine ungezielte Ductallavage möglich.
Nach diagnostischer Exploration kannn bei entsprechenden Veränderungen auf das therapeutische Duktoskop umgestiegen werden. Hierbei ist es (wie eingangs erwähnt) über den Arbeitkanal möglich, gezielte Proben unter Sicht zu entnehmen. Nach derzeitigem Stand sollte dann entweder das Duktoskop als Leitschiene liegen bleiben; oder man führt über den Arbeitsschaft einen Markierungsdraht ein, um abschließend eine gezielte Milgangsexstirpation dieses Milchganges über eine Areolarandschnitt durchzuführen. Damit ist es möglich, eine aussagekräftige histopathologische Aufarbeitung und Unterscheidung z.B. zwischen einem unauffälligen Milchgang, einem Milchgangspapillom oder einem duktalen Carcinoma in situ durchzuführen.
Die Geschäftsführung sowie die Abteilungen Gynäkologie, HNO und Augenklinik danken dem Förderverein für die großzügige Spende.







